AB JETZT IST RUHE – BILDERBUCH 6

15. Mai 2012 um 12:01 Uhr


“Der hatte keine Ahnung, dass du jüdisch bist, oder?” Ich hatte keine Ahnung, was sie meinte. “Und du hast erst recht keine Ahnung”, sagte sie. (Weiterführende Lektüre: S. 79)

Kategorie Literatur Meins

BETÖREND, VERSTÖREND, SCHÖN

14. Mai 2012 um 15:58 Uhr


Das ist Susanne Sundfør. Sie ist eine norwegische Songwriterin und hat bereits ein paar Alben veröffentlicht. Auf der neuen Platte “The Silicone Veil”, die im Oktober bei uns erscheint, singt sie den Song “White Foxes”. Ein schönes und betörendes Lied, zu dem dieses schöne und verstörende Video entstanden ist.

(Susanne Sundfør spielt übrigens morgen (15. Mai) im Grünen Salon der Volksbühne und ist davor im radioeins-Studio im Admiralspalast zu Besuch.)

Weiterführende Informationen:
Susanne Sundfør bei tape TV
Foto oben: Sofia Fredricks Sprung

Kategorie Musik

AB JETZT IST RUHE – BILDERBUCH 5

5. Mai 2012 um 11:20 Uhr


Er war elf, als er auf das Internat einer Kadettenschule kam, die aus wilden und ungestümen Jungen tapfere Soldaten machen sollte. Mein ältester Bruder hatte anfangs nichts dagegen. Er liebte Uniformen und ging manchmal sogar mit seinem Pioniertuch schlafen. Also zog er stolz die Uniform an, in der er so erwachsen aussah, fuhr in die andere Stadt und hörte zu spät, wie das Anstaltstor schwer ins Schloss fiel.
Bald schon schmerzten seine Glieder vom täglichen Drill und sein Herz vom Heimweh, und er bat seinen Vater, ihn wieder nach Hause zu holen.
„Ich möchte kein Kadett mehr sein.“
„Was willst du dann?“
„Ich möchte Schriftsteller werden.“
„Auch ein Schriftsteller muss lernen und diszipliniert sein.“
„Dazu muss ich aber nicht hier bleiben!“
„Die größten sozialistischen Schriftsteller sind durch die harten Schulen des Lebens gegangen und haben gelernt.“
„Ich will hier weg. Ich halte es nicht mehr aus.“
„Reiß dich zusammen!“
(Weiterführende Lektüre: S. 34)


Die Kadettenanstalt in Naumburg (1956-1960)

Kategorie Literatur Meins

TOM WAITS GANZ FRÜHER

29. April 2012 um 14:34 Uhr


Das ist Tom Waits 1979 in der australischen Don Lane Show. Der 29jährige Waits erscheint einigermaßen derangiert bei dem sehr entspannten und geduldigen Talkmaster, der alles dafür tut, damit sein Gast sich wohlfühlt. Nach der Hälfte des Interviews registriert Waits, dass sein Gastgeber schwitzt, worauf dieser zugibt, dass er in der nächsten Woche gern auch noch eine Show machen würde…
Waits spielt seine Rolle des angesoffenen Outlaws perfekt und die beiden haben offenbar jede Menge Spaß. Sehr lustig.

Weiterführende Informationen:
Tom Waits zwei Jahre später (1981) in der Don Lane Show
Tom Waits singt “Mr. Siegel”

(Danke Twentyfourbit)

VERGESSEN

um 11:27 Uhr


Das ist ein verlassenes Zimmer in einem verlassenen Haus. Der Filmemacher Michael Cameneti ist durch dieses Haus gegangen, hat die Spuren seiner Bewohner fotografiert und die Räume durch Stimmen, Musikfetzen und Geräusche wieder mit dem Leben gefüllt, das sich hier ereignet haben könnte.
Tipp: Kopfhörer auf.

Kategorie Film

AB JETZT IST RUHE – BILDERBUCH 4

21. April 2012 um 11:55 Uhr


“Davon hatte sie schon in London geträumt, als sie sich mit ihrer kleinen Theatertruppe Abend für Abend in eine Welt flüchtete, die mit dem grauen Leben im Exil nichts zu tun hatte. Theater spielen, um das Heimweh und die Fremdheit zu vergessen. Dort hatte sie meinen Vater kennengelernt…” (Weiterführende Lektüre: S. 31)

Rezension im “Standard” (Wien)
Gespräch auf DRS 2 (Schweiz)

Kategorie Literatur Meins

DRACULA, DUDE

20. April 2012 um 11:51 Uhr


Das ist Bram Stroker. Er ist heute vor 100 Jahren gestorben, doch sein Dracula ist immer noch schön lebendig. Zum Beispiel in einem Filmchen, das die Geschichte des transylvanischen Grafen in knapp zwei Minuten in niedlichem Collegemädchenjargon erzählt.

Weiterführende Lektüre:
Bram Strokers “Dracula” bei Wikipedia
Neue Zürcher Zeitung

Kategorie Film Literatur

ERLEUCHTUNG

17. April 2012 um 23:30 Uhr


Das ist ein Mann, der zur Arbeit geht. Er stellt auf sehr skurrile Weise Glühlampen her, hat jedoch größere Ambitionen. Er möchte die eine und einzige ultimative Glühlampe machen, die alles andere überstrahlt.
Ein schöner, durchgeknallter Stopmotion-Film des Argentiniers Juan Pablo Zaramella. Als Kulisse für sein surreales Märchen, an dem er zwei Jahre lang gearbeitet hat, diente ihm das klassische Buenos Aires. 2011 stand der Film auf der Shortlist für den Oscar in der Kategorie Best Animated Shortfilm.
Nachtrag: Bis vor kurzem stand der Film noch bei YouTube zur Verfügung, und ich hatte ihn hier reingeklebt. Jetzt wurde er allerdings aus Urheberrechtsgründen entfernt, deshalb gibt’s jetzt “nur noch” den Trailer:

Weiterführende Informationen:
Seite von Juan Pablo Zaramella
Juan Pablo Zaramella bei Vimeo mit Making Of-Videos von den Dreharbeiten

Kategorie Animation Film

AB JETZT IST RUHE – BILDERBUCH 3

26. März 2012 um 10:39 Uhr


“Finkes und mein Haus trennte ein Wäscheplatz, auf dem wir uns manchmal trafen und über alles mögliche redeten.” (Weiterführende Lektüre: S. 69)

Und neulich bei THADEUSZ:

Kategorie Literatur Meins

SCHÖNE SCHLECHTE AUSSICHTEN

25. März 2012 um 12:34 Uhr


Das ist Jonas. Jonas lebt in Brooklyn und verkauft auf der Straße Regenschirme. Doch es will und will einfach nicht regnen.
Ein berührender Kurzfilm von Kevin Slack über Sehnsucht, Einsamkeit und Loyalität.

Weiterführende Informationen:
Behind the Scenes
Seite des Filmemachers Kevin Slack
Blog zum Film
Jonas erwähnt Jonas Hanway – Wikipedia

Kategorie Film