GESCHICHTEN AUS DER PRODUKTION
26. Januar 2012 um 12:41 Uhr
In der Druckerei:
Im Presswerk:
In der Druckerei:
Im Presswerk:

Das sind drei Frauen, die offenbar nichts Gutes im Schilde führen, oder vielleicht doch?
Subtile und verstörende “Puppenspiele” wie diese kreiert Mark Hogancamp – das ist seine Art, ein traumatisches Erlebnis zu verarbeiten. Am 8. April 2000 wurde der Amerikaner vor einer Bar von fünf Männern fast totgeschlagen, nachdem er ihnen im Suff erzählt hatte, dass er gern Frauenkleider trage. Er erlitt schwere Kopfverletzungen, und als er nach neun Tagen aus dem Koma erwachte, hatte er einen großen Teil seines Gedächtnisses verloren. Mit achtunddreißig Jahren musste er wieder lernen zu essen, zu laufen und zu denken.
Nachdem Mark aus dem Krankenhaus entlassen wurde, begann er in seinem kleinen Garten ein fiktives belgisches Dorf zur Zeit des Zweiten Weltkrieges aufzubauen, im Maßstab 1:6. Er nannte den Ort MARWENCOL und bevölkerte ihn mit Puppen, für die seine Familie und seine Freunde Pate standen. Er inszenierte die Figuren in meist verstörenden Szenen, die er danach fotografierte. Ein New Yorker Galerist entdeckte die Fotos, und aus Marks selbsttherapeutischem Spiel wurde Kunst.
Ein preisgekrönter Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Mark Hogancamp, vielleicht ist er ja irgendwann auch hier zu sehen.
Weiterführende Lektüre:
Webseite von Mark Hogancamp und MARWENCOL
Englische Wikipedia über MARWENCOL
Artikel in der New York Times

Das ist ein Cartoon von Rube Goldberg. Er erfand den Erfinder Professor Lucifer Gorgonzola Butts, welcher die kompliziertesten Apperaturen konstruierte, um einfachste Tätigkeiten zu verrichten. Diese wiederum inspirierten den 26jährigen New Yorker “Kinetik-Künstler” Joseph Hersher so sehr, dass er selbst Maschinen baute, die “so absurd und nutzlos wie möglich” sein sollten…
In etwas größerem Format wurde eine Rube-Goldberg-Maschine im Video der amerikanischen Band OK Go nachgebaut, und zwar von der “Liga der außergewöhnlichen Nerds” (Syynlabs).
Weiterführende Lektüre:
Seite von Joseph Hersher mit weiteren Maschinen
Offizielle Rube Goldberg Webseite
Wikipedia über die Rube-Goldberg-Maschine
New York Times über Joseph Hersher
Syynlabs
Making Of des Musikvideos
Das sind zwei kleine Geschäfte in der Queen Street West in Toronto, der rechte davon ist der “Type Bookstore”. Dort verbrachte ein Ehepaar viele Nächte, um Bücher zum Tanzen zu bringen. Es hat sich gelohnt.
via Interfilm

Das ist ein verlorener Turnschuh in einer Pfütze. Doch wenn man ihn näher betrachtet, ist es plötzlich ein großes Abenteuer, das zwei Leute erleben.



Seit 2006 erschafft der englische Streetart-Künstler Slinkachu Momente wie diese – verrückt, lustig, verstörend, einsam, normal…
Wie er das tut und warum, sieht man hier:
Weiterführende Lektüre:
Blog von Slinkachu (mit mehr Bildern)
“Kleine Leute in der großen Stadt” (Buch bei Amazon)

Das ist James Rizzi. Er war ein New Yorker Maler und ist gestern im Alter von 61 Jahren gestorben.
Ich kenne ihn nur, weil mir ein Freund mal einen Bildband von ihm geschenkt hat. Ich habe keine Ahnung von Kunst, doch die Bilder haben mir gefallen, weil sie bunt und lustig sind und weil man ständig grinsen muss. Rizzi hat sein New York gemalt, wie er es vermutlich gern sehen wollte: als großes Wimmelbild mit lachenden Hochhäusern und notorisch verliebten Einwohnern.
Weiterführende Lektüre:
Artikel in der Süddeutschen Zeitung zum Tod von James Rizzi

Das ist eine SMS vom Erzengel Gabriel an die Jungfrau Maria. Er teilt ihr mit, dass sie einem gewissen Sohn Gottes das Leben schenken wird.
In dem schönen Video unten kann man sehen, wie die Geschichte mit Jesus abgelaufen wäre, hätten die Leute damals schon das ganze moderne Zeug gehabt. Ausgedacht hat sich das die portugiesische Softwarefirma Excentric.
Besonders lustig der Routenplaner von Google Maps:

Und hier jetzt die ganze schöne, schräge Weihnachtsgeschichte:

Das ist ein Pferderennen. Davon wird es in der neuen TV-Serie “Luck” (HBO) so einige geben, denn sie spielt im zwielichtigen Milieu einer Pferderennbahn, und zwar mit Starbesetzung: Dustin Hoffman und Nick Nolte.
Das Drehbuch zu „Luck“ stammt von „Deadwood“-Erfinder David Milch, die Regie des Serienpiloten übernahm Michael Mann (u.a. „Heat“ mit Al Pacino und Robert de Niro).
„Luck“ startet im Januar 2012 mit der ersten Staffel (neun Episoden) in den USA und vielleicht ja dann auch irgendwann im BRD-Fernsehen.
Weiterführende Informationen:
“Luck” bei HBO
“Luck” bei Wikipedia (engl.)

Das sind Verkehrsteilnehmer in Ho-Chi-Minh-Stadt. Der britische Fotograf Rob Whitworth war so beeindruckt von dem Gewusel, dass er einen Timelapse-Film gemacht hat. Und plötzlich wird aus dem scheinbaren Chaos eine großartige Choreographie…
(via Interfilm)

Das sind zwei Männer, die auf einer Plattform stehen. Sie sind zwei der fünf Figuren, die in dem Puppentrickfilm “Balance” um selbige ringen, bis das Miteinander zum Gegeneinander wird… Eine düstere Parabel auf den menschlichen Egoismus und ein Kurzfilmklassiker. 1989 bekamen die Zwillingsbrüder Christoph und Wolfgang Lauenstein dafür den Oscar in der Kategorie “Bester animierter Kurzfilm”.
Heute zufällig wiederentdeckt.
Weiterführende Lektüre:
Wikipedia zum Film
Artikel im FREITAG